Das Projekt setzte die Schwerpunkte in vier Modulen, die in unterschiedlicher Weise die oben genannten Ziele verfolgten.
Modul 1 - Entwicklung wirtschaftsnaher Instrumente
Modul 2 - Callcentergestützte Verbleibsevaluation
Modul 3 - Datenbank der arbeitsmarktpolitischen Infrastruktur
Modul 4 - Qualitätsmanagement in arbeitsmarktpolitisch tätigen Unternehmen
. Entwicklung wirtschaftsnaher Instrumente
Gegenstand
Mit dem Modul wurden Wege, Verfahren und Instrumente entwickelt, umgesetzt, evaluiert und transferiert, die neue Anknüpfungspunkte zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern ermöglichten. Im Vordergrund stand die Entwicklung von Instrumenten zur Begleitung des Erwerbs von Arbeitserfahrung in Kooperationsverbünden zwischen regulären Unternehmen und arbeitsmarktpolitischen Dienstleistern.
Leistungsumfang und Arbeitsweise
Die systematische Entwicklung, Erprobung und praktische Prüfung solcher Instrumente und Vorgehensweisen erfolgte unter der Variablen „Region“ in verschiedenen Regionen mit erkennbar unterschiedlicher Wirtschafts- und Arbeitsmarktstruktur. Hierfür wurden regional bewährte arbeitsmarktpolitische Dienstleister als umsetzende Kooperationspartner mit festgelegtem Aufgaben- und Verantwortungsbereich eingebunden.
Die in den beteiligten zunächst vier Regionen verantwortlichen Kooperationspartner waren LOWTEC gGmbH (Berlin) und Neue Arbeit Thüringen - im Rahmen von Ziel 1 - sowie HAB (Hamburg) und gab Lübeck (Schleswig-Holstein) – im Rahmen von Ziel 3.
. Callcentergestützte Verbleibsevaluation
Gegenstand
Die Datenlage über den Verbleib von TeilnehmerInnen nach Beendigung aktiver Fördermaßnahmen ist völlig unbefriedigend. Informationen über den weiteren Werdegang dieser Menschen sind jedoch unabdingbar zur Erfolgskontrolle einzelner Instrumente und der „Feinsteuerung“ ihres Einsatzes. Größere Transparenz für alle Akteure ist zwingend erforderlich. Mit der callcentergestützten Verbleibanalyse wurden teilnehmerrelevante Daten erfaßt und nach vielerlei Gesichtspunkten intensiv ausgewertet.
Leistungsumfang und Arbeitsweise
Das Modul wurde in enger Kooperation mit umsetzenden Akteuren in sechs Regionen (eine Ost-/West-, eine Stadt-/Land- und eine strukturstarke/strukturschwache Regionendifferenzierung) durchgeführt. Die Arbeit verstand sich als Beitrag einer zu etablierenden Verbleibsforschung in Deutschland:
3. Datenbank der arbeitsmarktpolitischen Infrastruktur
Gegenstand
Die Informationen über die Infrastruktur arbeitsmarktpolitisch tätiger Unternehmen ist lückenhaft. Dieser Zustand behindert Evaluation, Controlling und in erster Linie Kooperation – Kooperation untereinander und vor allem in Hinblick auf die Wirtschaft.
Eine Datenbank macht die entstandene Infrastruktur von Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen in Deutschland transparent und trägt zu ihrer weiteren Entwicklung und Ausdifferenzierung bei.
4. Qualitätsmanagement in arbeitsmarktpolitisch tätigen Unternehmen
Gegenstand
In der Zusammenarbeit von arbeitsmarktlichen Dienstleistern mit der regulären Wirtschaft sind gleichbleibende Qualitätsstandards, Verläßlichkeit, Kundenorientierung und Effektivierung unabdingbar. Gleiches gilt aber auch in der Beziehung zu den Arbeitsuchenden. Wollen arbeitsmarktpolitische Dienstleister zunehmend die Scharnierfunktion zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern kompetent ausfüllen, sind interne QM-Prozesse Voraussetzung. Dieses Modul entwickelte ein verläßliches Qualitätsverhalten in den Austauschbeziehungen zwischen Wirtschaftsunternehmen und arbeitsmarktlichen Dienstleistern.
Leistungsumfang und Arbeitsweise
Das im Modul entwickelte überbetriebliche QM-Handbuch bietet die Basis für die Einführung von QM-Systemen in arbeitsmarktpolitisch tätigen Unternehmen. Mit Unterstützung externer QM-Experten wurde im Rahmen des Moduls der breite Transfer befördert:
Qualifizierung von Unternehmen (vier in den alten und neuen Bundesländern) und Praxiseinsatz, dabei Weiterentwicklung und Verifizierung der Werkzeuge
Die Partner waren AFW - Gemeinnütziges Arbeitsförderungs- und Fortbildungswerk GmbH Rostock, ABS Wartburgland Eisenach, Neue Arbeit Thüringen (Ziel 1) sowie beQua Flensburg, Verband Bremer Beschäftigungsträger e.V., anderwerk München und gab Lübeck (Ziel 3)