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Umwelt Klima Arbeit
Laufzeit: 01.09.2009 - 31.03.2010
Von Beginn an begleiten Projekte und Maßnahmen des Umweltschutzes Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen bei der Gestaltung von Angeboten für langzeitarbeitslose Menschen. Viele Initiativen betreiben seit den 1980er Jahren sinnvolle und zukunftsträchtige Aktivitäten bei der Verknüpfung der Themen Arbeit und Umwelt. Mit dem Projekt Umwelt Klima Arbeit greift die bag arbeit bzw. ihre Fachgruppe Arbeit und Umwelt das Thema auf, um die Kenntnis und den gemeinsamen Informationsstand über umweltbezogene Tätigkeiten auf eine breitere und systematischere Basis zu stellen.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt.
Die bag arbeit und der Verbund Kölner Möbellager arbeiten als Projektpartner gemeinsam bis Ende März 2010 an einer Grundlage für die weitere Entwicklung zukunftsgerichteter Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Fragestellungen und Ziele des Projektes
Das Projekt „Umwelt Klima Arbeit“ hat das Ziel, in siebenmonatiger Laufzeit einen ersten Ansatz für die bessere Integration der Themen Umwelt- und Klimaschutz in Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen (BQU) zu schaffen. Das Vorhaben richtet sich an Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen in Deutschland, die Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Klimaschutz unterhalten oder entsprechende Geschäftsfelder entwickeln wollen. Das Spektrum innerhalb der Mitgliedschaft der bag arbeit reicht dabei von Unternehmen des 2. Arbeitsmarktes mit einigen wenigen Beschäftigten bis zu Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitsplätzen bzw. Beschäftigungs- und Qualifizierungsplätzen.
Die Erfahrung zeigt, dass das Thema Umwelt- und Klimaschutz zwar in vielfältiger Weise bereits Eingang in die Arbeit von BQU gefunden hat, diese Ansätze jedoch weder untereinander noch auf Bundesebene bisher in der möglichen und unterstützenden Weise erfasst und kommuniziert wurden. Auf Basis systematisch erfasster Informationen über vorhandene Ansätze und unerkannte Potentiale können die Angebote von BQU im Hinblick auf Beschäftigung und Qualifizierung gezielt ausgebaut und vernetzt werden.
Folgende Fragestellungen gehen dabei in das Projekt mit ein:
• Wie kann Umweltpolitik sozial gestaltet werden bzw. wie kann Sozial- mit Umweltpolitik vernetzt werden und welchen Beitrag können hier BQU leisten?
• Wie können Nachhaltigkeit fördernde Ansätze wirksam in der Praxis umgesetzt werden?
• Welche neuen Dimensionen öko-sozialer Innovationen gibt es, an denen BQU mitwirken können?
Die drei Säulen der Projektarbeit
Innerhalb des Projektes werden eine Befragung von Mitgliedsunternehmen der bag arbeit als auch eine Recherche zu Branchen, hier zunächst vertieft im Bereich der Umweltverbände und deren Umfeld durchgeführt. Als weitere wichtige Projektaktivität hat ein Workshop am Ende der Laufzeit die Funktion, aus den neu gewonnenen Daten und Informationen, die nächsten Ziele (wie z.B. zu fokussierende Geschäftsfelder, Qualifizierungsansätze, Partner für die Umsetzung) zu definieren.
Die Onlinebefragung unter den 400 Mitgliedsunternehmen der bag arbeit e.V. einschließlich der entsprechenden Auswertung und Sicherung des gewonnenen Datenbestandes wird bis zum Erscheinen dieses Hefts abgeschlossen sein. Die Befragung hat das Ziel, im Rahmen der vorhandenen Geschäftsfelder von BQU, diejenigen zu identifizieren, die dem Umwelt- und Klimaschutzbereich verpflichtet sind. Dieser wird derzeit nicht als eigenständige Branche erfasst. Die mit diesen Bereichen verbundenen Tätigkeiten werden deshalb bisher den jeweiligen Wirtschaftszweigen zugeordnet. Unser Anliegen ist es, mit der Befragung möglichst das ganze Spektrum der Tätigkeiten, in denen Verknüpfungen zum Umweltschutz denkbar sind, zu erfassen. Wir gehen daher bei der Befragung davon aus, dass der Umweltschutz-Bezug in den meisten Geschäftsfeldern vorhanden sein kann.
Mit der von einem externen Auftragnehmer durchgeführten Recherche wird parallel die Grundlage für einen regelmäßigen Dialog mit weiteren Akteuren wie Umweltverbänden, Ämtern und Dienstleistern im Bereich Umweltschutz zusätzliche (neue) Tätigkeitsbereiche für Beschäftigungsunternehmen sowie Qualifizierungsbedarfe im Umweltschutzbereich eruiert und erfasst.
Neben den direkt in das Projekt eingebundenen Vertreter/innen eines Beraterkreises, der sich u.a. aus den Mitgliedern des Vorstands der Fachgruppe Arbeit und Umwelt der bag arbeit e.V. zusammensetzt, werden im Rahmen des Workshops auch weitere wichtige Akteure angesprochen und mit einbezogen.
Ausgehend vom Grundgedanken der Ressourcenschonung und des Schutzes der Umwelt insbesondere im regionalen Rahmen soll im Workshop des Projektes am 22.03.10 einerseits über die neu generierten Informationen und vorhandene Trends informiert und andererseits Ansätze für eine systematische Entwicklung des Bereichs in BQU eruiert bzw. diskutiert werden.
Im Ergebnis soll der Workshop für folgende Fragen eine Orientierung geben:
• Welche zeitgemäßen und zukunftsweisenden betrieblichen Geschäftsfelder bestehen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz bzw. wie können damit verbundene wirtschaftliche/technologische Potenziale identifiziert werden?
• Mit welchen Maßnahmen (auch der Vernetzung) kann die systematische Entwicklung und Verbreitung forciert werden?
• Welche Ansätze sind für BQU zu verfolgen, mit dem Ziel der Entwicklung zeitgemäßer und zukunftsweisender Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote sowie nachhaltiger Lokal- und Regionalentwicklung im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz?
Ziel aller drei Aktivitäten ist es, Ansätze zu finden, die geeignet sind, um den Verband und seine Mitgliedsunternehmen in diesem Betätigungsbereich zu stärken und in geeigneter Weise zu vernetzen.
Die bag arbeit wird die Projektergebnisse über die ihr zur Verfügung stehenden bundesweiten Verteiler transferieren, in denen Kommunen, Landes- und Bundespolitik, sowie Sozial- und Umweltverbände, wissenschaftliche Institute, Stiftungen, Kammern und Arbeitsagenturen einbezogen sind.
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