31. November 2016 | Arbeitsmarkt | Geflüchtete

Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht Auswertungen der Zahlen für 2016.

Die wichtigsten Ergebnisse der BA-Hintergrundinformation in Kürze
 

  • Die Zuwanderung aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, en GIPS-Staaten und den übrigen Migrationsländern (nichteuropäischen  Asylherkunftsländern, Balkan und osteuropäische Drittstaaten) hat das Arbeitskräfteangebot in Deutschland erhöht und zu mehr Beschäftigten, aber auch zu mehr Arbeitslosen und Leistungsempfängern aus diesen Ländern geführt. So nahm im Vorjahresvergleich die Beschäftigung aus diesen Ländern im September um 259.000 oder 12 Prozent zu. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit  im November um 86.000 oder 26 Prozent und die Zahl der Regelleistungsberechtigten im SGB II im August um 294.000 oder 35 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 363.000 oder 1,0 Prozent erhöht, während die Zahl der Arbeitslosen um 101.000 oder 3,8 Prozent gesunken ist und die Zahl der Regelleistungsberechtigten im SGB II praktisch unverändert blieb.
  • Die Beschäftigung von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der neuen EU-Mitgliedstaaten hat gegenüber dem Vorjahr um 157.000 oder 15 Prozent zugenommen. Die Arbeitslosigkeit ist um 6.000 oder 5,7 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 30.000 oder 12 Prozent gestiegen.
  • Im selben Zeitraum erhöhte sich die Beschäftigtenzahl von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien (GIPS-Länder) um 22.000 oder 3,9 Prozent. Die Arbeitslosigkeit hat um 2.600 oder 3,9 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 1.200 oder 0,9 Prozent abgenommen.
  • Die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern ist um 47.000 oder 40 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat um 87.000 oder 102 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 273.000 oder 106 Prozent zugenommen.

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