05. Januar 2018 | Wirtschaft | Arbeitsmarktpolitik

Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2018

Empfehlungen des IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung) für die künftige Bundesregierung.

Zu den großen und drängenden Herausforderungen gehört, laut dem Report des IMK, ein rasches und entschlossenes Handeln, das das Zusammenwachsen der EU fördert, einschließlich der Gründung einer demokratisch kontrollierten europäischen finanzpolitischen Instanz. Die Europäische Zentralbank verschafft den Euroländern weiterhin Zeit, institutionelle Reformen durchzuführen, die den Euroraum als Ganzes stärken. Die stark expansive Geldpolitik ist noch erforderlich, weil die Fiskalpolitik in den Euroländern neutral ausgerichtet ist und kein Verlass auf einen stabilisierenden Eingriff im Falle einer konjunkturellen Abschwächung besteht. In Deutschland werden die nationalen und die europäischen Fiskalregeln derzeit bei weitem übererfüllt. Die entscheidende Herausforderung besteht darin, den Investitionsstau zu überwinden und künftig ein hohes, konjunkturunabhängiges Niveau öffentlicher Investitionen zu gewährleisten. Mit Blick auf die gestiegene Ungleichverteilung in Deutschland wären Erleichterungen bei der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen und eine Stärkung des Bildungssystems Schritte in die richtige Richtung.

Wir berichteten
Neue Wege in der Arbeitsmarktförderung | 03. Januar 2018
Demokratie lebt vom Mitmachen! | 03. Januar 2018

zurück
English