19. März 2018 | Arbeitsmarktpolitik | Dossier: Soziale Teilhabe

Grüne fordern Sozialen Arbeitsmarkt

Die Grünen-Fraktion kritisiert , dass im November vergangenen Jahres immer noch knapp 862.000 Menschen langzeitarbeitslos gewesen seien, 151.000 davon sogar länger als fünf Jahre.

Mit Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland beschäftigt sich der Antrag der Grünen, den der Bundestag am Freitag, 2. März 2018, in erster Lesung debattiert und anschließend zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Arbeit und Soziales überwiesen hat. Um neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten und den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken, ist laut Antrag eine solidarische Arbeitsmarktpolitik notwendig.

Die Grünen fordern unter anderem, ein neues arbeitsmarktpolitisches Instrument im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zu schaffen, um Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dieser „soziale Arbeitsmarkt“ solle für über 25-Jährige, die bereits länger als 24 Monate ohne Arbeit sind, geöffnet werden. Außerdem sollen diese geförderten Arbeitsplätze sozialversicherungspflichtig sein und es solle Tarif- oder Mindestlohn gezahlt werden, heißt es in dem Vorlage. Dazu Freiwilligkeit, statt Sanktionen und den PAT (Passiv-Aktiv-Transfer).

Zusätzlich hat Beate Müller-Gemmeke am 18. März eine Pressemitteilung unter dem Titel " Notwendig ist ein Perspektivwechsel hin zu einem sozialen Arbeitsmarkt" veröffentlicht.


Antrag (19/591): Neue Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen durch einen Sozialen Arbeitsmarkt ermöglichen

Plenarprotokoll der 18. Sitzung, Berlin, Freitag, den 2. März 2018

Notwendig ist ein Perspektivwechsel hin zu einem sozialen Arbeitsmarkt | Pressemitteilung vom 18.03.2018

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