17. Juli 2018 | Arbeitsmarkt | Chancengleichheit

Gläserne Decke bleibt unberührt

Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland noch immer groß. Frauen stoßen noch immer an die gläserne Decke – trotz betrieblicher Förderung der Chancengleichheit.

Betriebliche Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und formalisierte Personalprozesse sollen dazu beitragen, diese Kluft zu verringern und faire Löhne sicherzustellen. Dabei zeigt sich: Im Niedriglohnbereich wirken diese Maßnahmen zwar durchaus. Sie tragen aber kaum dazu bei, die „gläserne Decke“ für Frauen zu durchbrechen, so das IAB (Insitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung).

Geschlechtsspezifische Lohnverteilung: Anteile der Männer und Frauen in der jeweiligen Lohngruppe an allen Beschäftigten in Prozent, 2008. Die Grafik zeigt, dass Frauen überproportional häufig in den unteren Lohngruppen (10 bis 80 Euro Tagesentgelt) arbeiten und zugleich seltener in höheren Lohnbereichen (100-170 Euro Tagesentgelt) als Männer. Lediglich in den mittleren Lohnbereichen (80 bis 100 Euro Tagesentgelt) sind Frauen nur leicht unterrepräsentiert. Anmerkung: Erfasst sind hier 20- bis 60-jährige sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze in Betrieben mit mindestens zehn Beschäftigten, darunter mindestens eine Frau und ein Mann; hochgerechnete Werte. Quelle: Linked-Employer-Employee-Daten des IAB, Eigene Berechnungen.

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