18. Juli 2018 | sozialer Arbeitsmarkt | ögB

Gesetzesentwurf zu sozialem Arbeitsmarkt in der Kritik

Der Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts will Langzeitarbeitslose mit staatlich geförderten Jobs zurück in den Arbeitsmarkt integrieren. Doch schon jetzt mehrt sich dir Kritik.

Der Gesetzentwurf zum sozialen soll zehntausenden Langzeitarbeitslosen helfen,  staatlich bezuschusste Jobs bekommen. Arbeitgeber erhalten auf Grundlage des gesetzlichen Mindestlohns Zuschüsse von bis zu 100 Prozent des Arbeitslohns. Voraussetzung ist, dass die Arbeitslosen mindestens 25 Jahre alt sind und sieben Jahre lang Hartz-IV-Leistungen erhalten haben. Dafür sind in den nächsten Jahren vier Milliarden Euro vorgesehen.
Der Vorschlag wird jedoch aus verschiedenen Richtungen kritisiert, so verlangt, laut Spiegel, die Bundesagentur höhere Zuschüsse für Jobs für Langzeitarbeitslose. Arbeitgeber würden durch zu niedrige Zuschüsse abgeschreckt. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte, tarifgebundene kommunale Betriebe oder Wohlfahrtsverbände könnten sich bei den aktuell geplanten Zuschüssen an den Förderjobs nicht beteiligen.
Eine Zahlung nach Tarif fordert, der Zeit zufolge, auch die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sieht durch die langjährige Beschäftigung von öffentlicher Hand, keine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt.
Und aus Reihen der Union forderte Arbeitsmarktpolitiker Kai Whittaker im aktuellen Gesetzesvorhaben die Ausweitung von Coaching: "Ohne intensives und langfristiges Coaching werden die angekündigten Reformmaßnahmen grandios scheitern.", wie die Tagesschau berichtet

Bundesagentur verlangt höhere Zuschüsse für Jobs für Langzeitarbeitslose | Der Spiegel | 18 Juli 2018

Heils Job-Pläne sorgen für neue Kritik | Tagesschau | 18. Juli 2018

Langzeitarbeitslose sollen staatlich finanzierte Jobs bekommen | Zeit-Online | 18. Juli 2018

Wir berichteten
Finanzierung von öffentlich geförderter Beschäftigung | 11. Juli 2018
Dossier: Soziale Teilhabe

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