19. Juli 2018 | Arbeitsmarkt | Frauen | ögB

Die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern

Der Bericht der Bundesagentur für Arbeit gibt einen Überblick über den Arbeitsmarkt nach Geschlecht für 2017.

Die Bundesagentur für Arbeit stellt in Blickpunkt Arbeitsmarkt: Die Arbeitsmarktsituation von Frauen und Männern die Unterschiede von Frauen und Männern in der Erwerbsbeteiligung, der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit anhand von Texten und Grafiken für 2017 anschaulich dar.

Das Wichtigste in Kürze wird wie folgt zusammengefasst (S.4):

  • Die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern sind in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen.
  • Zwar haben sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringert, doch auch 2016 waren – absolut und relativ  – deutlich mehr Männer als Frauen erwerbstätig.
  • Nur in wenigen Ländern Europas ist die Erwerbsbeteiligung insgesamt und insbesondere von Frauen so hoch wie in Deutschland.
  • Frauen und Männer sind unterschiedlich in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten: Rund zwei Drittel der Selbständigen sind Männer. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind ebenfalls mehrheitlich männlich. Minijobs sind hingegen eine Frauendomäne.
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ist zuletzt stärker gewachsen als die der Männer.
  • Teilzeitbeschäftigung kommt bei Frauen weiterhin deutlich häufiger vor als bei Männern.
  • Frauen sind überproportional im tertiären Sektor, Männer häufiger im Verarbeitenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Lagerei sowie im Baugewerbe beschäftigt.
  • Männer verdienen im Mittel deutlich mehr als Frauen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von der Berufswahl über die Familienpflichten bis hin zu den Rahmenbedingungen für eine Aufwärtsmobilität.
  • In Ostdeutschland ist der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen an der Bevölkerung höher als in Westdeutschland.
  • Die Arbeitslosenquote für Frauen ist geringer als die Quote der Männer.
  • Männer haben ein höheres Risiko ihre Beschäftigung zu verlieren und arbeitslos zu werden, aber auch bessere Chancen Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung wieder zu überwinden.
  • Der Anteil Langzeitarbeitsloser ist bei Frauen höher als bei Männern.
  • Frauen stehen deutlich häufiger als Männer vor der Herausforderung neben der Arbeitsuche allein für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein.
  • Frauen sind nicht ganz entsprechend ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit an der Förderung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beteiligt.

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