30. Juli 2018

Kaum Bildungsaufstieg aus Arbeitslosigkeit

Fort- und Weiterbildungen essentiell, um Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Trotzdem werden sie selten genutzt.

Die Paritätische Forschungsstelle hat aktuelle  Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA)  zur Fort- und Weiterbildung von Arbeitslosen  ausgewertet.  Die Kurzexpertise enthält neben den aufbereiteten Daten auch Aussagen zu den Hintergründen der Förderung und ein Plädoyer für eine aktive Weiterbildungsförderung.
Die Auswerutng zeigt, dass erhielten im September 2017 nur 5,2 % der Arbeitslosen eine berufliche Weiterbildung erhielten, eine Weiterbildung mit Abschluss sogar nur 2,4 %.

Der Großteil der Arbeitslosen befindet sich im Rechtskreis des SGB II, hat aber im Vergleich zur Arbeitslosenversicherung einen deutlich schlechteren Zugang zu Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. . Im September 2017 wurden gerade einmal 3,3 % der Arbeitslosen, die von den Jobcentern betreut wurden, mit einer Fortbildung gefördert, mit dem Ziel, einen Berufsabschluss zu erwerben, sogar nur 1,5 % . Qualifizierungsbedarf und Angebot klaffen hier weit auseinander, denn rund 57 % der Arbeitslosen im SGB II verfügen über keinen Berufsabschluss.

Das Risiko für Ungelernte, arbeitslos zu werden, ist regional ungleich verteilt und etwa im Osten Deutschland mit 31,7 % deutlich höher als im Westen des Landes (18.4 %).
Doch in der Arbeitsmarktförderung wird es systematisch versäumt, regionale Arbeitsmarktrisiken durch Schwerpunkte bei der Qualifizierung abzumildern.

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