08. Oktober 2018 | Arbeitsmarkt | Weiterbildung | Alter

Altersspezifischer Personalmaßnahmen werden selten angeboten

Trotz demographischem Wandel: Nur eine Minderheit der Betriebe führt spezifische Personalmaßnahmen für Ältere durch.

Der demografische Wandel ist mittlerweile auch in den Betrieben angekommen. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahr 2017 gut sechs Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 55 bis unter 65 Jahren – und damit mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2000. Aber geht die steigende Beschäftigung Älterer in den deutschen Unternehmen auch mit einem verstärkten Einsatz altersspezifischer Personalmaßnahmen einher? Aufschluss hierüber geben die aktuellen Daten des IAB-Betriebspanels.

Mit einer alterns- beziehungsweise altersgerechten Arbeitsgestaltung können Betriebe dazu beitragen, die Arbeitsfähigkeit ihrer Beschäftigten aufrechtzuerhalten oder sogar zu verbessern. Neben Maßnahmen der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung kommt hierbei der Weiterbildung, der Gesundheitsförderung, aber auch dem Verhalten der Vorgesetzten eine große Bedeutung zu. Ohne Berücksichtigung der Altersteilzeit hat die Verbreitung von betrieblichen Maßnahmen für Ältere zugenommen.

Solche personalpolitischen Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer spielen allerdings in der betrieblichen Praxis bislang eine eher untergeordnete Rolle. Seit dem Jahr 2006 ist der Anteil der Betriebe, die Ältere beschäftigen und mindestens eine altersspezifische Maßnahme durchführen, mit rund 17 Prozent praktisch unverändert geblieben. Altersgerechte Personalmaßnahmen spielen trotz der steigenden Beschäftigung Älterer in den deutschen Betrieben nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

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