22. Oktober 2018 | Arbeitsmarkt | Arbeitslosengeld

Förderungen und Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II

Die BA hat neue Methoden und Ergebnisse zum Leistungsbezug im Kontext der Förderung n einem aktuellen Methodenbericht zusammengefasst.

In der Förderstatistik und in der Statistik zur Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen (Reha-Statistik) stehen ab sofort Informationen der Bundesagentur für Arbeit (BA)  zum Bezug von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld von Teilnehmenden an arbeitsmarktpolitischen Instrumenten und Rehabilitanden zur Verfügung.

Mit der Bereitstellung eines erweiterten Merkmalsspektrums der Förderstatistik zu passiven Leistungen können die im SGB II und SGB III festgelegten Ziele zur Vermeidung und Überwindung der passiven Leistungen Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II zukünftig besser beschrieben und analysiert werden. Die Statistik der BA schließt damit eine Lücke in der Berichtsfähigkeit zum Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente für Leistungsberechtigte, Langzeitleistungsbezieher im SGB II und Nichtleistungsempfänger und zur Wirkung aktiver Arbeitsförderung.
Die Vermeidung und Überwindung von passiven Leistungen nach dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente wird durch die Nichtleistungsempfängerquote statistisch beschrieben. Die Quote bringt die Abwesenheit von passiven Leistungsansprüchen – Arbeitslosengeld sowie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld der Grundsicherung für Arbeitsuchende – nach der Beendigung von Förderungen zum Ausdruck.

Der vorliegende Bericht stellt die in der Förder- und Reha-Statistik eingeführten Konzepte zur Messung passiver Leistungsansprüche vor. Das neue Merkmalsspektrum bildet sowohl die passiven Leistungsansprüche vor und während der Förderung als auch etwaigen Leistungsbezug der Teilnehmenden nach der Förderung ab. Erste Ergebnisse zu Arbeitslosengeldempfängern und Leistungsberechtigten nach dem SGB II in der Förder- und Reha-Statistik geben einen Einblick in die neuen Möglichkeiten der Statistik.
Der abschließende Teil des Berichts führt neue Kennzahlen zur Wirkung von Förderungen in Bezug auf die Vermeidung und Überwindung passiver Leistungen ein. Die Dauer des SGB-II-Leistungsanspruchs nach dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente ergänzt die Kennzahlen für mehr Transparenz zum Fördergeschehen.

Je nach Förderinstrument und Zielgruppe bestehen große Unterschiede bei der Förderung von Leistungsempfängern und Nichtleistungsempfängern sowie bei der Vermeidung und Überwindung von passiven Leistungen nach dem Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente. Anhand erster Ergebnisse wird im Bericht auf die Möglichkeiten und Grenzen der Analyse und Interpretation der neuen Kennzahlen zum Leistungsbezug in der Förderstatistik eingegangen.

Wir berichteten
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