17. Dezember 2018 | Gesellschaft | Integration

Bürgersinn hängt nicht von der Herkunft ab

Ist die deutsche Gesellschaft gespalten? Eine Studie  der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass die in Deutschland lebenden Menschen sehr ähnliche Vorstellungen davon haben, was die Regeln des Zusammenlebens betrifft.

Für die große Mehrheit aller in Deutschland lebenden Menschen kann jeder eine gute Bürgerin bzw. ein guter Bürger sein – unabhängig davon, ob er in Deutschland oder im Ausland geboren ist. Unterschiedliche Einstellungen hängen besonders vom Alter und Wohnort ab – weniger hingegen vom Migrationshintergrund.

Zudem herrscht bei 90 Prozent der Menschen Einigkeit darüber, was eine gute Bürgerin bzw. einen guter Bürger ausmacht. Zwar messen die verschiedenen Gruppen den verschiedenen Eigenschaften einer guten Bürgerin bzw. eines guten Bürgers unterschiedliches Gewicht bei – Menschen mit und ohne ausländische Wurzeln unterscheiden sich in ihrem Urteil aber kaum. Viel größer ist hingegen der Unterschied zwischen den Menschen in Ost- und Westdeutschland sowie zwischen den Generationen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie der Bertelsmann Stiftung Bürgersinn in der Einwanderungsgesellschaft. Was Menschen in Deutschland unter einem guten Bürger verstehen auf der Grundlage einer repräsentativen Umfrage von Kantar Emnid. Anhand von 15 Eigenschaften haben die Meinungsforscher gemessen, wie wichtig den Menschen verschiedene Bürgerinnen- bzw. Bürgertugenden sind.

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