12. März 2019 | Weiterbildung | Qualifizierung

Staat zieht sich aus der Weiterbildung zurück

Nur 6,3 Milliarden Euro pro Jahr bringt die öffentliche Hand für Weiterbildung auf. Der Großteil der rund 26,9 Milliarden Euro pro Jahr wird privat finanziert, durch Betriebe oder die Teilnehmenden selbst.

Gelernt bedeutet nicht ausgelernt: Für Erwerbstätige wird es immer wichtiger, sich beruflich weiterzubilden. Doch bei der öffentlichen Weiterbildungsfinanzierung klaffen Anspruch und Wirklichkeit nach wie vor weit auseinander - das zeigt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung der Jahre 1995-2015.

Seit dem Tiefpunkt 2012 gab es zuletzt wieder einen Anstieg der öffentlichen Mittel für Weiterbildung von damals noch 4,9 Milliarden Euro auf nun 6,3 Milliarden Euro. Dieser kommt vor allem den Beziehern des Arbeitslosengelds I zu Gute, adressiert aber nur selten Geringqualifizierte oder Hartz-IV-Empfänger.

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