06. Mai 2019 | Migration

Über eine Million Teilnehmende in Integrationskursen seit 2015

Seit 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Integrationskurse mit mehr als einer Million Teilnehmenden gefördert.

Knapp die Hälfte davon waren Geflüchtete aus Syrien, Irak, Iran, Somalia und Eritrea, je ein Viertel kamen aus anderen Herkunftsstaaten sowie EU-Ländern zeigt die Auswertung des BAMF.

Das ausdifferenzierte System der Integrationskurse wird weiterhin gut angenommen: Allein im Jahr 2018 haben 256.238 Menschen eine Berechtigung für die Teilnahme bekommen. Damit ist die Zahl der ausgestellten Teilnahmeberechtigungen erstmals seit 2015 rückläufig, allerdings auf einem weiterhin hohen Niveau. Grund dafür ist die inzwischen gesunkene Zahl geflüchteter Menschen.

Insgesamt haben im letzten Jahr 202.933 Menschen erstmalig einen der 14.538 begonnen Integrationskurse besucht. Der Integrationskurs ist ein nach unterschiedlichen Lernbedürfnissen ausdifferenziertes Kurssystem: Den Teilnehmenden stehen acht verschiedene Kursarten zur Verfügung, insbesondere für Frauen, Jugendliche, Menschen mit guten Lernvoraussetzungen, Analphabetinnen und Analphabeten, Zweitschriftlernende sowie auch für Seh- und Hörbehinderte. Die meisten Personen nahmen 2018 am Allgemeinen Integrationskurs teil (68,3 Prozent), gefolgt vom Alphabetisierungskurs (22,2 Prozent) und dem Eltern- und Frauenintegrationskurs (3,3 Prozent). Damit wird das ausdifferenzierte Kursangebot weiterhin gut angenommen. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Kursträger die Teilnehmenden entsprechend ihrer Bedürfnisse auch tatsächlich in die für sie passenden Kurse verweisen.

Wir berichteten:
Reform des Asylbewerberleistungsgesetzes | 23. April 2019
Ausbildung von Geflüchteten fördern | 09. April 2019

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