13. Mai 2019 | Hartz IV | Reportage

Reicht Hartz IV zum Leben?

Eine Youtube Dokumentation des öffentlich-rechtlich geförderten YKollektiv begleitet zwei Hartz-IV-Empfänger*innen.

Jeder sechste in Deutschland lebt in relativer Armut. Andere haben Angst vorm Abstieg oder leben seit Jahren in prekären Verhältnissen. Trotz Sozialstaat und Vollbeschäftigung. In einem Land, das seit Jahren wirtschaftlich boomt und zu den reichsten Ländern Europas gehört.

Kerstin Brandt ist eine von ihnen. Die Reportage begleitet sie am Neujahrsmorgen beim Flaschen sammeln. Das Pfandgeld spart sie um ihren zwei Kindern etwas leisten zu können. Jürgen Weber hat 17 Jahre lang von Hartz IV gelebt. Faul sei er in der Zeit nicht gewesen, sein Lebenslauf ist fünf Seiten lang. Von einer Maßnahme, die ihm das Jobcenter angedient hat, zur nächsten. Umschulung hier, Ein-Euro-Job da. Bis vor einem Jahr. Da konnte sich Weber eine Weiterbildung erkämpfen und arbeitet seitdem als Sicherheitsmann im Schichtdienst. So seien zumindest noch ein paar Euro mehr Rente drin und endlich wieder ein bisschen Geld für ein Sozialleben. Ohne vereinsame man zuhause, sagt Weber.

Selbst dran schuld, wer keine Arbeit findet? Wer fleißig ist, schafft es nach oben? Dieser Frage geht Reporterin Anne Thiele nach.

Wir berichteten:
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