4. Februar 2013 | Studie

Solarindustrie: Photovoltaik – Boom – Krise – Potenziale

Die Solarindustrie war zu Beginn des neuen Jahrhunderts in Ostdeutschland ein industriepolitischer Hoffnungsträger.

An sie seien Erwartungen an die Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze in einer von Deindustrialisierung geprägten Region geknüpft worden. Zehn Jahre später sei diese Euphorie weitgehend verflogen, stellt eine Studie der Otto Brenner Stiftung fest.

Nach einem Boom zum Aufbau industrieller Kapazitäten und einem erheblichen Zubau von photovoltaischen Anlagen auf den Dächern der Republik sei der Industriezweig ab 2009 in die Krise geschlittert. Preisverfall durch chinesische Konkurrenz, Umbau des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und gescheiterte Umwandlungsprozesse der Unternehmen vom Start-up zu Börsen notierten Aktiengesellschaften bildeten die Hintergrundfolie für eine abgebrochene Erfolgsgeschichte.

Die weitere Entwicklung der Branche werde von verschiedenen Unternehmensberatungen vielfach in negativen Farben gemalt.

Die Autoren sind jedoch der Meinung, dass die  anstehende Phase der Konsolidierung nicht zu einem Verschwinden der Hersteller führen wird, da nach wie vor erhebliche Wachstumspotenziale vorhanden sind.

Die Studie zeichnet die Entwicklung dieser Branche nach und thematisiert Stärken und Schwächen der Unternehmen, denen in sechs Fallstudien nachgegangen wird. Dabei werden auch die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen thematisiert, die seit längerem in der Kritik stehen.

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