20. Februar 2013 | Recycling

Rekommunalisierungsschub in der Restmüllerfassung

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. hat in einer aktuellen Erhebung unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten einen neuen Höchststand für die Staatstätigkeit in der Kreislaufwirtschaft ermittelt.

Den Untersuchungen des BDE zufolge nehmen die Kommunen in der Restmüllerfassung inzwischen einen Marktanteil von mehr als 45 Prozent ein. Noch größer ist dieser Anteil der Kommunen mit 79 Prozent bei den Städten über 100 000 Einwohner.

Lediglich in 18 Großstädten sind privatwirtschaftliche Unternehmen mit der Sammlung von Restmüll alleine oder im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft tätig. In 60 Großstädten ist die Kommune selbst aktiv.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen ist der Vorwurf, die privaten Unternehmen picken sich nur die Rosinen aus dem Abfall, nicht aufrechtzuerhalten. Die Untersuchung des BDE belegt vielmehr, dass Private häufig in dünn besiedelten Gegenden agieren, kommunale Betriebe ehr in dicht besiedelten Städten.

BDE-Präsident Peter Kurth: "Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft wird erfreulicherweise auch international immer deutlicher gesehen. Das Bewusstsein dafür, dass Unternehmen der Privatwirtschaft faire Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung brauchen, ist in Deutschland besonders schwach entwickelt. Dazu passt leider, dass das Recycling bei uns an Boden verliert."

Die vollständige Presseinformation des BDE lesen Sie hier.

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