24. Mai 2013 | ElektroG

ElektroG: Keine Änderung der bewährten Sammel- und Entsorgungskonzeption

Das plötzliche Interesse der Kommunen an Elektro(nik)-Altgeräten sei eine interessante Wendung, nachdem diese ursprünglich bei der Schaffung des ElektroG mit diesem Abfallstrom nichts zu tun haben wollten.

Mittlerweile gebe es kaum eine Gebietskörperschaft, die nicht optieren würde.

Das ist eine Erkenntnis, die die fast 100 Teilnehmer der bvse-Tagung "Möglichkeiten des ElektroG für die Erfassung von Elektro(nik)-Altgeräten" aus der täglichen Praxis berichten konnten.

Dabei gehe es, so bvse-Vizepräsident Klaus Müller, viel zu oft nur noch um die Höhe der kommunalen Erlöse.

Die Kontrolle darüber, unter welchen qualitativen Aspekten die Verwertung erfolgt, sei zweitrangig. Dabei haben die beauftragenden Gebietskörperschaften aber genau diesen Auftrag. Denn wenn sie optieren, treten sie an die Stelle der produktverantwortlichen Hersteller und es kommen auf sie damit auch die gleichen Anforderungen zu. Das bedeutet aber, dass die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger beispielsweise nur nach ElektroG zertifizierte Erstbehandlungsanlagen beauftragen dürfen.

Schließlich sollte nach Ansicht des bvse nicht in Vergessenheit geraten, dass der eigentliche Auftrag des ElektroG sei, die fachgerechte Erfassung, die Schadstoffentfrachtung und eine optimale stoffliche Verwertung der in den Altgeräten enthaltenen Sekundärrohstoffe zu gewährleisten.

Deshalb müsse das Qualitätsmanagement bereits in der Erfassung anfangen.

Den vollständigen Bericht über die bvse-Tagung finden Sie hier.

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