Hohe Fehlzeiten stellen viele Organisationen vor erhebliche organisatorische, wirtschaftliche und rechtliche Herausforderungen. Sie binden Ressourcen, belasten Teams und können das Betriebsklima nachhaltig beeinträchtigen. Gleichzeitig bewegen sich Führungskräfte und Personalverantwortliche im Umgang mit krankheitsbedingten Ausfällen in einem sensiblen arbeitsrechtlichen Spannungsfeld.
Dieses Seminar vermittelt einen praxisnahen und rechtssicheren Überblick über ein wirksames Fehlzeitenmanagement entlang des gesamten Arbeitsverhältnisses. Behandelt werden zunächst typische Ursachen und Fehlzeitentreiber, darunter Arbeitsbelastung, Motivation, Arbeitsbedingungen und Betriebsklima. Darauf aufbauend werden strukturierte Prozesse im Fehlzeitenmanagement, einschließlich digitaler Dokumentation und DSGVO-konformer Archivierung, vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf rechtssicheren Instrumenten im Umgang mit Krankmeldungen, etwa Krankenrückkehrgesprächen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Entgeltfortzahlung und Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit. Auch der Umgang mit häufigen Kurzerkrankungen, Langzeiterkrankungen und Schlechtleistung wird eingeordnet. Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) wird praxisnah erläutert, einschließlich seiner Bedeutung für den Kündigungsschutz und der Folgen bei Nichtdurchführung.
Abschließend werden krankheitsbedingte Kündigungen, Kündigungen wegen Schlechtleistung sowie die Mitbestimmungsrechte von Betriebs- und Personalräten behandelt. Aktuelle Rechtsprechung rundet das Seminar ab.









