Seminarinhalte
Die Gestaltung von Übergängen von der Schule in Arbeit oder höhere Bildung ist auch in der aktuellen Arbeitsmarktlage nicht nur für die betroffenen jungen Menschen eine zunehmend komplexe Bewältigungsaufgabe. Für eine Vielzahl an Organisationen wird – ausgehend von den Schulen – der Anspruch formuliert, „gesicherte“ institutionelle Wege für die Jugendlichen anzubieten, um prekäre Erwerbskarrieren zu vermeiden. Bundesweite sowie landesspezifische Förderpraktiken als auch institutionelle Lösungsansätze, wie etwa Jugendberufsagenturen, werden eingesetzt, um erwerbsbezogene, inklusive (Bildungs)Prozesse aufzubauen und möglichst individuelle, „passgenaue“ Hilfen anzubieten, sollten Probleme bei der Übergangsbewältigung auftreten. Dabei spielt auch das sog. „regionale Übergangsmanagement“ eine zentrale Rolle, da Bildungs- und Übergangsstrukturen in Deutschland zunehmend „regional“ entworfen werden (vgl. Muche et. al. 2016), also beispielsweise abhängig von den lokalen institutionellen Netzwerken.
In diesem Seminar werden theoretische Grundlagen zum Übergang Schule-Beruf vermittelt, sowohl auf der individuellen als auch der institutionellen Ebene, und mit praktischen sozialpädagogischen Hilfeansätzen verknüpft. Im Spiegel konzeptioneller Überlegungen findet schließlich ein Praxistransfer statt. Dabei können und sollten eigene Fallbeispiele, praktische Fragestellungen und Erfahrungen eingebracht werden.
Muche, C., Oehme, A. & Truschkat, I. (2016) (Hrsg.): Übergang, Inclusiveness, Region – Eine empirische Untersuchung regionaler Übergangsstrukturen. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.









