Gerade Team- und Gruppenleitungen befinden sich oft in zwei Rollen, die nicht leicht vereinbar scheinen. Einerseits erleben und verhalten sie sich auch als Kolleginnen und Kollegen, sie übernehmen manchmal ähnliche Alltags- und Basisaufgaben wie ihr Team; andererseits muss die Vorgesetztenfunktion übernommen werden, z.B. die Teammitglieder mit Anforderungen zu konfrontieren, über Ressourcen zu verfügen und Führungsverantwortung wahrzunehmen: Einteilen, Planen, Anweisen, Entscheiden, Motivieren, Rückmelden, Überprüfen. Dies führt manchmal zu Konflikten oder einer inneren Zerrissenheit. Bei der Mitarbeiterschaft kann es Unsicherheit und Distanz erzeugen, wenn nicht klar ist, wo die Gruppen- und Teamleitung in ihrer „Sandwichposition“ nun eigentlich steht.
Das Seminar reflektiert und stellt methodisch dar, wie die Leitungs- und Kollegenrolle bei den TeilnehmerInnen gut zusammenwirken können und nimmt dazu deren Erfahrungen auf. In der Vergegenwärtigung von konkreten Führungssituationen wird sichtbar, wie Rollenklarheit die Selbstsicherheit und Handlungsfähigkeit als Führungskraft fördert. Vermittelt und trainiert wird sodann u.a. der Umgang mit Teamdimensionen wie Nähe und Distanz, mit Konflikten, Delegation, Loyalität usw. Letztlich ist es eine besondere Chance, zu führen und dabei kollegial verankert zu bleiben.









