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Dringlich notwendige Digitalisierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Die erfolgreiche Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse und das Kennenlernen deutscher Geschichte, Kultur und Werte nach bundesweit einheitlichen Standards hilft, sich in der neuen Gesellschaft zurechtzufinden. Deshalb gehört die Digitalisierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) auf die politische Handlungsagenda.

Seit 2009 haben bereits drei Millionen Personen an Integrationssprachkursen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) teilgenommen. Für die kommende Zeit zeigen sich verschiedene Herausforderungen in diesem Bereich, denen sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das für die Durchführung der Integrationskurse verantwortlich ist, stellen muss.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine lässt vermuten, dass sich der Bedarf an Integrationskursen in den nächsten Monaten vervielfachen wird. Zudem werden die Prüfungsziele gemäß Rahmencurriculum aktuell nicht vollständig erreicht. Die Erfolgsquoten für den „Allgemeinen Integrationskurs“ liegen seit 2012 zwischen 62 und 73 Prozent. Zukünftige Kursunterbrechungen aufgrund etwaiger pandemiebedingter Schließungen von Bildungsstätten müssen unbedingt vermieden werden.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist die digitale Transformation der Sprachkurse für Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ein Schlüsselprozess. Es besteht die Notwendigkeit, geeignete digitale Infrastrukturen und Prozesse bei den Bildungsträgern zu etablieren. Dies beinhaltet die Schaffung von Standardplattformen, die Unterstützung der Bildungsträger bei der Umsetzung einer digitalen Agenda sowie die Professionalisierung der DaZ-Lehrkräfte im Bereich Medienkompetenz.

Konrad-Adenauer-Stiftung: Digitalisierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Wir berichteten:

24/10/2022 Bundesregierung beschließt Fachkräftestrategie

13/09/2022 Studie des BIBB zum Anerkennungsverfahren von ausländischen Berufsqualifikationen

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