Das Informationsportal Sozialpolitik aktuell der Universität Duisburg-Essen hat die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ausgewertet und in einer aktuellen Übersicht aufbereitet. Grundlage sind unter anderem Daten der Finanzstatistik der BA.
Im Jahr 2025 standen Einnahmen von 47,8 Mrd. Euro Ausgaben von 52,0 Mrd. Euro gegenüber. Damit entstand ein Fehlbetrag von rund 4,2 Mrd. Euro. Bereits 2024 hatte die BA ein Defizit verzeichnet.
Auch für 2026 und 2027 wird mit Defiziten gerechnet. Bis August 2026 belief sich der Fehlbetrag bereits auf rund 6,2 Mrd. Euro. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es rund 3,7 Mrd. Euro. Das für 2026 vorgesehene Bundesdarlehen von knapp 4 Mrd. Euro dürfte nach Einschätzung von Sozialpolitik aktuell nicht ausreichen. Für 2027 ist bereits ein Bundesdarlehen von 5,2 Mrd. Euro eingeplant.
Die Auswertung führt die Entwicklung unter anderem auf die schwache Arbeitsmarktlage und damit verbundene steigende Ausgaben zurück.

