Eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt zu dem Ergebnis, dass der Job-Turbo die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten beschleunigt hat. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt bei ukrainischen Geflüchteten. Die Forschenden führen dies vor allem auf die deutlich intensivierte Betreuung durch die Jobcenter zurück.
Bei der Einordnung ist jedoch der Zeitpunkt zu berücksichtigen: Der Job-Turbo startete im Herbst 2023, als viele der seit 2022 eingereisten Ukrainer*innen ihre Integrations- und Sprachkurse abgeschlossen hatten oder kurz davorstanden. Bereits vor Einführung des Job-Turbos waren die Übergänge in Beschäftigung gestiegen. Eine frühere Analyse von Andreas Hammer hatte unter anderem auf zunehmende Aufenthaltsdauer und verbesserte Sprachkenntnisse als mögliche Einflussfaktoren hingewiesen.
Die neue IAB-Studie arbeitet mit einem längeren Beobachtungszeitraum und Vergleichsgruppen und liefert damit deutlich stärkere Hinweise auf einen zusätzlichen Effekt des Job-Turbos. Sie ist jedoch kein Beleg dafür, Sprachförderung und Qualifizierung zugunsten schneller Vermittlung zurückzustellen. Vielmehr sprechen die Ergebnisse für die Verbindung von Sprachförderung, intensiver Betreuung und anschließendem Übergang in Beschäftigung.
Weitere Informationen:
Der Job-Turbo hat die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten deutlich beschleunigt IAB, 21. September 2026
Hat der Job-Turbo den Übergang geflüchteter SGB-II-Beziehender in Arbeit beschleunigt? Andreas Hammer, 28. November 2026
