Die Jobcenter in Deutschland haben 2025 deutlich häufiger Leistungsminderungen beim Bürgergeld verhängt als im Vorjahr.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der ausgesprochenen Sanktionen um 25 Prozent auf rund 461.400 Fälle. Hauptgrund waren weiterhin versäumte Termine bei den Jobcentern, die den größten Anteil der Kürzungen ausmachten.
Trotz des Anstiegs blieb der Anteil der Betroffenen vergleichsweise gering: Im Jahresdurchschnitt waren weniger als ein Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten von einer neuen Leistungsminderung betroffen. Die Bundesagentur führt den Anstieg vor allem auf die inzwischen stabileren gesetzlichen Rahmenbedingungen zurück, nachdem die Sanktionsregeln zuvor mehrfach angepasst worden waren.
